Aufhebung des Insolvenzverfahrens

Das Insolvenzgericht hebt das Insolvenzverfahren und damit auch die Beschlagnahme des Vermögens des Schuldners zugunsten der Insolvenzgläubiger (siehe Insolvenzbeschlag) wieder auf, wenn das Verfahren beendet werden kann. Das ist der Fall, wenn die gesetzlichen Ziele des Verfahrens erreicht worden sind. Die Aufhebung entspricht der Beendigung. Es ergeht ein gesonderter Aufhebungsbeschluss. In der Regel wird das Verfahren aufgehoben, wenn der Schlusstermin stattgefunden hat und die Schlussverteilung durchgeführt worden ist, vgl. § 200 Abs. 1 InsO. Nach rechtskräftiger Bestätigung eines Insolvenzplans wird das Verfahren gem. § 258 Abs. 1 InsO aufgehoben. Nach Aufhebung des Verfahrens können die Insolvenzgläubiger ihre Forderungen wieder unbeschränkt gegen den Schuldner geltend machen, sofern der Schuldner nicht die Restschuldbefreiung beantragt hat und diese ihm erteilt wurde. Hierbei steht den Gläubigern der vollstreckbare Auszug aus der Insolvenztabelle als Vollstreckungstitel zur Verfügung. Eine andere Art der Beendigung des Insolvenzverfahrens ist die Einstellung.

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