Insolvenzverwalter

Der Insolvenzverwalter ist in einem Insolvenzverfahren die zentrale Person, da mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über das schuldnerische Vermögen auf ihn übergeht, vgl. § 80 InsO. Er ist dabei nicht lediglich gesetzlicher Vertreter der Insolvenzmasse. Vielmehr handelt er als amtliches Organ (Amtstheorie) mit unmittelbarer Wirkung für und gegen die Insolvenzmasse. Dabei tritt er im eigenen Namen auf, jedoch handelnd als Insolvenzverwalter über das Vermögen des Schuldners. Der Insolvenzverwalter erhält vom Insolvenzgericht zu Beginn seiner Tätigkeit eine Bestallungsurkunde, vgl. § 56 Abs. 2 InsO. Diese weist ihn als Insolvenzverwalter für das Verfahren aus. Die Person des Insolvenzverwalters wird am Anfang des Verfahrens durch das Insolvenzgericht nach freiem Ermessen bestimmt. In der ersten Gläubigerversammlung können die Gläubiger gem. § 57 InsO eine andere Person als Insolvenzverwalter wählen, die dann durch das Gericht anstelle des alten Insolvenzverwalters zu bestellen ist, wenn keine formalen Gründe dagegen sprechen.

 

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