Überschuldung

Die Überschuldung ist nach § 19 InsO ein Insolvenzgrund. Nur eine juristische Person kann sich auf diesen Insolvenzgrund stützen. Es gilt ein zweistufiger Prüfungsmaßstab. In der ersten Stufe ist die sogenannte rechnerische Überschuldung zu prüfen. Diese liegt vor, wenn der Wert der Verbindlichkeiten den realen wirtschaftlichen Wert des Vermögens übersteigt. Ergibt sich eine rechnerische Überschuldung, ist weiter zu prüfen, ob das Unternehmen trotz dieses Umstandes wahrscheinlich fortgeführt werden kann (Fortführungsprognose oder Fortbestehensprognose). Diese Prognose ist positiv, wenn über einen längeren Zeitraum von 1-3 Jahren die Liquidität zur Weiterführung des Betriebes ausreicht. Nur wenn auch das verneint werden muss, liegt eine insolvenzrechtliche Überschuldung vor.

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