Beschluss des LG Hamburg vom 10.12.2014 zum Maßstab einer wesentlichen Schlechterstellung und Glaubhaftmachung

Beschluss des LG Hamburg vom 10.12.2014 zum Aktenzeichen 326 T 163/14:

Wesentlicher Inhalt:

Das Gericht stellt fest, dass eine wesentliche Schlechterstellung i.S.d. § 253 Abs. 2 Nr. 3 InsO ist erst dann anzunehmen ist, wenn die Abweichung von dem Wert, den der Beschwerdeführer voraussichtlich bei einer Verwertung ohne Insolvenzplan erhalten hätte, mindestens 10 % beträgt.

Dabei erfordert die Glaubhaftmachung die Darlegung der überwiegenden Wahrscheinlichkeit der Schlechterstellung durch den Beschwerdeführer. Bei der Prüfung einer möglichen Schlechterstellung muss eine Gegenüberstellung von der vorgesehenen Planquote und einer Quote bei der klassischen Zerschlagung des Unternehmens bzw. der Abwicklung erfolgen. Andere (hypothetische) Vergleichsmöglichkeiten sind hierbei nicht zu berücksichtigen.

Beschluss des LG Hamburg vom 10.12.2014

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