Was passiert, wenn Gläubiger den Plan ablehnen?

Bei der Abstimmung über den Insolvenzplan kommt es nicht in erster Linie darauf an, ob und wie viele Gläubiger dem Plan zustimmen oder diesen ablehnen. Stattdessen kommt es, darauf an, ob die Mehrheit der gebildeten Gruppen der am Plan Beteiligten dem Insolvenzplan zustimmt.

Hierbei kommt es auf die Kopfmehrheit an. Wenn zum Beispiel drei Gruppen gebildet wurden, kann ein Plan theoretisch mit der Zustimmung der Gruppen 2 und 3 zu Stande kommen, obwohl sich in Gruppe 1 99% der Gläubiger bzw. Forderungen befinden.

Bei der Vorbereitung des Insolvenzplans sollte deshalb besonderer Wert auf die Bildung der Gruppen gelegt werden.

Die Abstimmung über den Plan findet in zwei Stufen statt. In der ersten Stufe stimmt jede Gruppe innerhalb ihrer eigenen Mitglieder über den Plan ab. Die Gruppe stimmt dem Plan zu, wenn sowohl mehr als die Hälfte Ihrer Mitglieder, als auch mehr als die Hälfte der Forderungen der Gruppe dem Plan zustimmen. In der zweiten Stufe stimmen die Gruppen über den Plan ab. Hierbei hat jede Gruppe eine Stimme, unabhängig davon wie viele Gläubiger oder Forderungen in ihr vertreten sind. Der Insolvenzplan gilt als angenommen, wenn mehr als die Hälfte der Gruppen dem Plan zugestimmt haben.

 

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